Montmorency-Sauerkirschen bei Herz-Kreislauf-Erkrankung

Herz-Kreislauf System

Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung stellt ein hohes gesundheitliches Risiko dar. In Europa sterben 45 Prozent aller Menschen aufgrund eines Herzinfarkts oder einer anderen Herz-Kreislauf-Erkrankung. Männer erkranken besonders häufig.

Dass so viele Menschen betroffen sind, hat häufig mit dem Lebensstil zu tun. Ein wichtiger Faktor ist die Ernährung. Sie sollte reich an Antioxidantien sein, die man in frischem Gemüse und Obst findet – unter anderem in der Montmorency-Sauerkirsche.

Die häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den führenden Todesursachen1 in Deutschland. Zu diesem Erkrankungsbild zählen eine ganze Reihe von chronischen Gesundheitsstörungen. Die häufigsten sind2: Koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck, Herzmuskelentzündung und Herzrhythmusstörungen. Doch was ist darunter genau zu verstehen?

Koronare Herzerkrankung

Wenn sich Fett und Bindegewebe in den Herzkranzgefäßen ablagern, verengen die Koronararterien. Dadurch wird das Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bei fehlendem Sauerstoff können Herzmuskelzellen absterben. Die Folgen sind zum Beispiel Angina pectoris (Brustenge) sowie Herzinfarkt, bei dem sich ein Herzkranzgefäß plötzlich verschließt.


Dabei stehen Herzinfarkt und sozialer Stress in engem Zusammenhang. Einer Studie3 zufolge war der soziale Hintergrund ein Faktor, warum vor allem Menschen unter 50 Jahren einen Herzinfarkt erleiden. Die Forscher sehen zudem einen Zusammenhang in den erhöhten Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht.

Bluthochdruck

In Deutschland zählt Bluthochdruck zu den Volkskrankheiten. Er ist häufig die Folge eines ungesunden Lebensstils. Zu hoher Blutdruck kann ernsthafte Schäden an Organen auslösen. Durch den hohen Druck muss beispielsweise die linke Herzkammer kräftiger arbeiten, um das Blut in die Hauptschlagader zu pumpen. Bluthochdruck kann zu einer Verdickung des Herzmuskels und zu Herzinsuffizienz führen. Überdies ist er ein Risikofaktor für Schlaganfall. Zu hoher Blutdruck in Verbindung mit Diabetes mellitus kann sogar zu einer Nierenschädigung führen sowie die Augen, Becken- und Beingefäße belasten.

Herzmuskelentzündungen

Eine Herzmuskelentzündung kann die Folge von einer Grippe sein. Wenn ein grippaler Infekt besteht, ist es erforderlich, die Regenerationszeit einzuhalten. Der Betroffene muss sich ausreichend schonen, bevor er sich wieder eine normale Belastung im Job oder in der Freizeit (Sport) zumutet. Wird die Schonzeit nicht eingehalten, kann es passieren, dass die Viren oder Bakterien zum Herzmuskel wandern und dort eine Entzündung auslösen. Weitere Auslöser für Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) sind andere Erreger wie Pilze oder auch Autoimmunerkrankungen. Eine unbehandelte Myokarditis kann zu Herzschwäche und Herztod führen.

Herzrhythmusstörungen

Bei Herzrhythmusstörungen schlägt das Herz zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig. Die Beschwerden können nach einem Herzinfarkt auftreten, doch auch eine Folge von Kalium- und Magnesiummangel sein. Das Herz schlägt allerdings nicht immer gleichmäßig, daher sind gelegentliche Herzrhythmusstörungen als unbedenklich einzustufen. Kommen sie allerdings häufig vor, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Herzerkrankung auszuschließen. Weitere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind: Arteriosklerose, Herzklappenerkrankung, Herzinsuffizienz, Kardiomyopathie oder periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Das Herz- und Kreislaufsystem

Das Herz ist unser Lebensmotor. Das faustgroße Organ pumpt mit der linken Hälfte sauerstoff- und nährstoffreiches Blut über die Schlagadern (Arterien) in den Körper. Auf diese Weise werden alle weiteren Organe, Muskeln und Geweben mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Auf dem „Rückweg“ nimmt das Blut Abfallprodukte und Kohlendioxid mit. Es gelangt über die Venen zurück zum Herzen und von dort in den sogenannten kleinen Lungenkreislauf. Hier kann das Blut Kohlendioxid abgeben und sich mit dem Sauerstoff, der über die Atemluft aufgenommenen wurde, anreichern.

Für unsere Gesundheit ist der reibungslose Ablauf dieses Kreislaufs von großer Bedeutung. Kommt es zu Bluthochdruck, muss das Herz kräftiger schlagen. Entstehen Ablagerungen in den Arterien, ist der Blutstrom gestört.

Arteriosklerose – gefährliche Herz-Kreislauf-Erkrankung

Bei einer Arteriosklerose sind krankhafte Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien entstanden. Meistens enthalten die Ablagerungen auch Calciumverbindungen, weshalb die Krankheit im Volksmund auch Arterienverkalkung genannt wird. Bei diesen Plaques kann es sich allerdings vor allem um Fett, oder Bindegewebe handeln. Dahinter stecken geschädigte Gefäßwände (endotheliale Dysfunktion) und chronische Entzündungen. Das Gefährliche an Arteriosklerose ist die Verengung und Versteifung der Arterien in Folge der Ablagerungen. Das Blut kann somit nicht mehr problemlos fließen, so dass die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Organe beeinträchtigt ist. Kleine Blutklumpen (Thromben) können dort hängen bleiben, bei einem solchen Verschluss der Arterien droht ein Infarkt.

Die Verengungen können in unterschiedlichen Körperregionen mit entsprechenden Risiken auftreten:

  • Halsschlagader -> Schlaganfall
  • Herzkranzgefäße -> Herzinfarkt
  • Beine -> arterielle Verschlusskrankheit (oft unterschätzt)
  • Becken -> Impotenz bei Männern
  • Nieren -> Bluthochdruck, Nierenversagen

Aneurysmen

Allerdings können die Plaques auch dazu führen, dass die Gefäßwand der Arterie geschwächt wird, sich erweitert und daraufhin ein Aneurysma entsteht. Die krankhaften Aussackungen in den Blutgefäßen machen sich meist nicht bemerkbar. Reißen sie allerdings, kann es zu lebensgefährlichen Blutungen kommen. Aneurysmen können sich grundsätzlich an jeder Arterie ausbilden. Meistens ist die Bauchaorta betroffen. Ein Aneurysma kann sich jedoch auch in der Hirnregion bilden oder an der Hauptschlagader.

Überernährung als Risikofaktor für Arteriosklerose

Arteriosklerose ist eng verknüpft mit dem Lebensstil. Zu fettreiche Ernährung und wenig Bewegung erhöhen das Risiko.

Risikofaktoren für Arteriosklerose

  • fettreiche Ernährung
  • zu wenig Bewegung
  • Rauchen
  • erhöhter Blutdruck
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Gicht/Gelenkrheuma
  • Menopause
  • genetische Veranlagung
  • Stress und psychische Belastungen

Zu den Betroffenen zählen daher nicht nur ältere Menschen, sondern auch Berufstätige in der Lebensmitte. Wurde Arteriosklerose bereits festgestellt, sollte die Ernährung dringend verbessert und der Stoffwechsel durch Bewegung angeregt werden.

Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus haben einen gemeinsamen Nenner – das metabolische Syndrom.

Das metabolische Syndrom

Unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom“ werden vor allem vier Krankheiten zusammengefasst, die meist gemeinsam auftreten. Sie erhöhen das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung maßgeblich. Zu diesen Krankheiten zählen4:

  1. Bluthochdruck
  2. Gestörter Fettstoffwechsel
  3. Erhöhter Blutzuckerspiegel (aufgrund eines gestörten Zuckerstoffwechsels und einer Insulinunempfindlichkeit bzw. -resistenz)
  4. starkes Übergewicht (Adipositas) mit Fetteinlagerungen (vor allem am Bauch)

Die Betroffenen haben eine höhere Sterblichkeit, weshalb man diesen Symptomkomplex auch als „Tödliches Quartett“ bezeichnet. Da sie vor allem in Verbindung mit einer Überernährung in Kombination mit Bewegungsmangel stehen, spricht man beim Metabolischen Syndrom auch von „Wohlstandsleiden“. Es gibt weitere Symptome, die zusätzlich auftreten: wie erhöhte Harnsäure, niedriggradige Entzündungen und verstärkte Blutgerinnung.

Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankung

Diabetiker haben ein besonders hohes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Einer Studie5 zufolge ist die Lebenserwartung um durchschnittlich 15 Jahre reduziert, wenn bei Patienten sowohl Diabetes als auch eine kardiovaskuläre Erkrankung vorliegen.

Diabetes ist die im Volksmund bezeichnete Zuckerkrankheit. Sie ist abhängig davon, ob die Körperzellen Insulin aufnehmen können.

Was ist Insulin?

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es ist wichtig, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wenn die Körperzellen sich schwertun, das Insulin aufzunehmen, wird dies von der Bauchspeicheldrüse registriert. Sie produziert daraufhin immer mehr Insulin, um den Blutzuckerspiegel auszugleichen. Wenn aufgrund einer Insulinresistenz kein Insulin mehr in die Körperzellen aufgenommen wird, droht die Bauchspeicheldrüse zu erschöpfen. Es ist möglich, dass sie die Insulinproduktion einstellt. In diesen Fällen muss Insulin von außen über Tabletten oder Injektionen zugeführt werden, um die Blutzuckerspiegel wieder auszugleichen.

Erste Symptome eines erhöhten Blutzuckerspiegels

Die ersten Symptome eines zu hohen Blutzuckerspiegels (Hyperglykämie) sind:

  • Kraftlosigkeit
  • Müdigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • vermehrter Durst und trockener Mund
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Sehstörungen und Juckreiz der Haut

Diese Symptome können allerdings auch andere Ursachen haben, daher werden sie nicht auf Anhieb mit einer Störung des Blutzuckerstoffwechsels in Verbindung gebracht.

Warum muss der Blutzuckerspiegel reduziert werden?

Erhöhte Blutzuckerwerte führen zu lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Arterien können verkalken mit allen bereits beschriebenen Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Gefäße in der Netzhaut werden in Mitleidenschaft gezogen, so dass es zu schweren Sehstörungen kommen kann. Eine diabetische Retinopathie kann zur Erblindung führen. Erhöhter Blutzucker greift die Nerven an: Bei den Extremitäten äußert sich das durch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Brennen (zum Beispiel in den Füßen). Es können jedoch auch Nerven in Organen betroffen sein, was unter anderem zu funktionellen Störungen in der Blase, dem Magen, dem Darm oder den Sexualorgangen führen kann. Die diabetische Neuropathie führt zu einer Schmerzunempfindlichkeit. Der Schmerz ist für uns ein wichtiges Warnsignal und schützt uns vor größeren Verletzungen wie Verbrennungen, Knochenbrüchen oder Stürzen.

Es gibt zwei Formen von Diabetes

 Diabetes Typ 1Diabetes Typ 2
ProblemFehlfunktion der Bauchspeicheldrüse, die genetisch bedingt sein kann oder Folge einer Virusinfektion (Mumps, Röteln etc.) oder einer Autoimmunerkrankung ist.Die Körperzellen sprechen zu wenig auf Insulin an (insulinresistent).
DiagnoseErhöhte Insulinkonzentrationen im Blut.
Verschlimmerung durch
  • Übergewicht
  • ungesunde Ernährung
  • Bewegungsmangel
Verbesserung durch
  • mediterrane Ernährung
  • moderater Sport
  • Work-Life-Balance

Ähnliche Vorsorgemaßnahmen bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankung

Diabetes-Patienten wird dringend zur Ernährungsumstellung und Reduktion von Übergewicht – vor allem Bauchfett – geraten. Ein Turbo für das Abnehmen ist die Erhöhung der täglichen Bewegung. Diese Maßnahmen wirken sich ebenso günstig auf das Herz-Kreislauf-System aus. Ein weiterer wichtiger Faktor bei beiden Erkrankungen ist die Work-Life-Balance – mit anderen Worten: Stress reduzieren, Harmonie und Entspannung (idealerweise in der Natur) fördern.

Sport als Vorsorge – moderat beginnen

Wer keinen Sport gewohnt ist, sollte sich zu Beginn nicht überfordern. Ideal ist, zunächst den Hausarzt aufzusuchen, um Blutdruck sowie Herz-Kreislauf überprüfen zu lassen. Liegt bereits eine Herz-Kreislauf-Erkrankung vor, dann muss das sportliche Pensum mit dem Hausarzt abgesprochen werden.

Für gesunde Menschen gibt es eine Faustregel für die sportliche Leistungsgrenze: Nur so intensiv trainieren, dass man zwar ins Schwitzen gerät, doch man sollte sich noch unterhalten können.

Eine ideale Form der Bewegung für Anfänger sind: Walken, Fahrradfahren, Schwimmen oder Nordic-Walking. Ideal sind 30 Minuten pro Tag.

Sportler, die schon länger trainieren, sind übrigens nicht per se „herzgesund“. Die Sportmedizinerin Barbara Morrison (Universität British Columbia, Vancouver, Kanada) untersuchte mit ihren Kollegen 798 Freizeitathleten6. Die meisten waren Mitte 50 und trainierten seit 35 Jahren. 44 Prozent von ihnen mussten sich daraufhin einer kardiologischen Untersuchung unterziehen. Dabei stellte sich heraus, dass 91 Prozent der 798 Freizeitathleten eine klinisch relevante Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten. Am häufigsten war die koronare Herzerkrankung. Dass so viele Athleten trotz ihres Bewegungsprofils das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung in sich tragen, mag mit ihrem weiteren Lebensstil zusammenhängen. Nur die Hälfte der Athleten bestätigte, dass sie pro Tag drei Portionen Obst und Gemüse essen. Jeder Fünfte gab zu, einen exzessiven Alkoholkonsum zu pflegen. Weitere gaben gelegentliche depressive Verstimmungen an.

Die Ernährung – entscheidender Faktor für die Vorsorge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Seit Jahrzehnten wird für die Vorsorge von chronischen Erkrankungen, speziell der Herz-Kreislauf-Erkrankung, die mediterrane Ernährung empfohlen. Sie enthält vor allem Gemüse, Obst, Fisch, Knoblauch und Olivenöl. In einer Studie7, die 2013 publiziert wurde, wollte man herausfinden, ob die Empfehlung dieser Ernährung tatsächlich noch eine Berechtigung hat. Tatsächlich stellte sich heraus, dass das Erkrankungsrisiko der Versuchspersonen, die sich mediterran ernährten, 30 Prozent niedriger war als bei den Versuchspersonen, die sich „normal“ ernährten.

Neben den entzündungshemmenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren wirken sich besonders vorbeugend die Antioxidantien aus, die sich in den frischen Gemüse- und Obstsorten befinden.

Antioxidantien sind zum Beispiel: Vitamin C und E, Spurenelemente wie Selen, Zink und Mangan oder sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Polyphenole oder Flavonoide.

Antioxidantien bekämpfen in unserem Körper Freie Radikale. Darunter versteht man Stoffwechselprodukte, die auf ganz natürliche Weise in unserem Körper entstehen und sogar Schutzfunktionen haben. Bei bakteriellen Entzündungen sind es die Freien Radikale, die die Erreger zerstören. Freie Radikale sollten jedoch nicht im Überschuss im Körper vorkommen, da sie den Organismus schädigen können.

Ein Übermaß an Freien Radikalen nennt man „Oxidativer Stress“. Er ist im Blut nachweisbar und kommt häufig vor.

Auslöser von oxidativem Stress

  • entzündlichen Prozessen (auch Allergien)
  • Infektionen
  • Operationen
  • Rauchen und anderer Drogenkonsum
  • Stress (mental und körperlich)
  • Verletzungen
  • Medikamente
  • Pestizide und Umweltgifte
  • Parodontitis

Auch eine Parodontitis ist ein entzündlicher Prozess. Daher plädieren Mediziner und Zahnärzte für ausreichend Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt.

Begünstigt wird das Übermaß an Freien Radikalen durch eine nährstoffarme Ernährung, sprich: wenn nicht genug frisches Obst und Gemüse verzehrt werden. Oxidativer Stress ist an der Entstehung von chronischen Krankheiten beteiligt – allen voran die Herz-Kreislauf-Erkrankungen – vor allem Arteriosklerose.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen mit sekundären Pflanzenstoffen

Die Ernährung ist ein entscheidender Faktor zur Vorsorge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Vermeidung der Plaques in den Arterien (Arteriosklerose). Wichtig ist die Reduktion von Kohlenhydraten und ein deutlich höherer Verzehr von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten.

Der Grund, warum frische natürliche Produkte unsere Lebenserwartung steigern, ist, dass frisches Obst und Gemüse noch eine Vielzahl an sekundären Pflanzenstoffen enthalten. Diese Schutzstoffe der Pflanzen wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Zu diesen sekundären Pflanzenstoffen gehören unter anderem Carotinoide, Phytoöstrogene und Flavonoide8.

Sekundäre Pflanzenstoffez.B. enthalten inBedeutung für die PflanzeMögliche Gesundheitseffekte* Assoziation mit verringertem Risiko für **
FlavonoideÄpfeln, Birnen, Trauben, Kirschen, Pflaumen, Beerenobst, Zwiebeln, Grünkohl, Auberginen, Soja, schwarzem und grünen Tee u.v.m.Farbstoffe (rot, hellgelb, blau, violett)
  • antioxidativ
  • antithrombotisch
  • blutdrucksenkend
  • entzündungshemmend
  • immunmodulierend
  • antibiotisch
  • positiver Einfluss auf kognitive Fähigkeiten
  • bestimmte Krebskrankheiten
  • Herz-Kreislauf-Krankheiten

(Auszug aus der „Tabelle 3 | Übersicht über sekundäre Pflanzenstoffe und ihre möglichen gesundheitsfördernden Wirkungen“, https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-wirkung/)
*beobachtete Effekte vorwiegend aus Tier- und in-vitro-Versuchen
**epidemiologische Humanstudien

Anthocyane bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist in der oben genannten Tabelle auf die positive Wirkung von Flavonoiden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Vereinzelte Studien messen vor allem den „Anthocyanen“ aus der Gruppe der Flavonoide eine besondere Bedeutung bei. Zu den Früchten, die besonders reich an Anthocyanen sind, zählen zum Beispiel Sauerkirschen, hier ist die Untergattung der Montmorency-Sauerkirsche besonders reich an Anthocyanen.

Anthocyane verbessern den Blutzuckerspiegel

Ein hoher Blutzuckerspiegel erhöht das Risiko für Arteriosklerose mit den möglichen Folgen Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Regulierung des Blutzuckers stellt daher eine wichtige Vorsorgemaßnahme dar. Wissenschaftlern zufolge kann eine anthocyanreiche und/oder kirschreiche Kost eine effektive Prophylaxe darstellen: So stellte eine Studie9 des U-M Cardioprotection Research Laboratory 2013 positive Effekte bei einer Ernährung fest, die reich an Montmorency-Sauerkirschen ist. Demnach können aufgrund des hohen Anthocyan-Gehalts dieser Kirschen die sogenannten PPA-Rezeptoren (peroxisome-proliferator-activated) in verschiedenen Geweben aktiviert werden. Die Forscher vermuten, dass die Anthocyane der Montmorency-Sauerkirsche als PPAR-Agonisten wirken, und dadurch einen positiven Einfluss auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel haben.

Eine weitere Studie zeigte 200710, dass eine kirschreiche Ernährung Triglycerid- und Gesamtcholesterinwerte sowie Nüchternblutzucker im Blutplasma senken kann.

Montmorency-Kirschen und ihr Anthocyan-Gehalt

Das Konzentrat aus der Montmorency-Kirsche ist eine effektive Vorbeugung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies zeigt eine wissenschaftliche Untersuchung11, die sich mit der Auswirkung von Kirschsaft auf den Triglycerid- und Cholesterinspiegel beschäftigt hat. Beides sind Blutfette, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Dank Kirschsaft können hohe Blutfett-Werte reduziert werden.

Darüber hinaus wurde in einem 90-Tage-Versuch mit Ratten12 festgestellt, dass eine anthocyanereiche Kost in der Lage ist, folgenden Krankheiten entgegenzuwirken: Hyperlipidämie (erhöhte Konzentration an Cholesterin, Triglyceriden, Lipoproteine im Blut), Adipositas (Fettleibigkeit) sowie Arteriosklerose.

Entsprechend werden Kirschen traditionell bei der Behandlung von Diabetes eingesetzt13. Ein 30-Tage-Versuch mit Ratten bestätigte die enormen Effekte. So konnten bei diabeteskranken Ratten der Blutzuckerspiegel – sowie der Mikroalbumin-Spiegel – mit dem Kirschsaftkonzentrat gesenkt werden. Der Mikroalbumin-Spiegel ist ein Faktor zur Bestimmung einer diabetischen Nierenerkrankung.

Ellagsäure als wichtiges Antioxidans

Die im Kirschsaft vorkommende Ellagsäure wirkt sogar als Antioxidans sehr effektiv gegen Arteriosklerose, wie Wissenschaftler14 festgestellt haben: Demnach kann die Ellagsäure Plaque-Ablagerungen in den Gefäßen, die zu Arteriosklerose führen, effektiv vorbeugen. Die entzündungshemmende Wirkung der Kirschen wirkt sich ebenfalls auf den Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall aus und hat eine vorbeugende Wirkung. Eine Studie15 zeigte, dass eine hohe Einnahme von Anthocyanen speziell bei jungen Frauen das Risiko für Herzinfarkt deutlich mildert. Herzinfarkt-Patienten werden immer jünger. Insbesondere durch Rauchen und Übergewicht steigt das Risiko schon in der ersten Lebenshälfte, an Herz-Kreislauf-Problemen zu erkranken.

Fazit

Eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist eine ernsthafte Störung unserer Gesundheit. Bei vielen Menschen ist sie durch den Lebenswandel bedingt, was jedoch gleichzeitig etwas Handlungsspielraum lässt. Durch die Umstellung der Ernährung, mehr Bewegung und eine anthocyanreiche Kost – zum Beispiel durch ein Konzentrat aus Montmorency-Sauerkirschen – kann effektiv vorgebeugt und Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen können minimiert werden.

Die Dosierung des Kirschsaft-Konzentrats beträgt für die Vorbeugung und Therapiebegleitung circa ein bis zwei Esslöffel Montmorency-Sauerkirschsaft aus einem hochwertigen Konzentrat. Ein gutes Produkt erkennt man daran, dass es besonders hoch konzentriert ist und pro 500 ml mehrere Kilogramm Kirschen verarbeitet wurden. Um bei der Qualität sicher zu gehen, können Sie Ihr Montmorency-Sauerkirschsaft-Konzentrat einige Zeit im Gefrierfach lagern. Minderwertige Produkte gefrieren, was auf einen hohen Wassergehalt hinweist, hochwertige Produkte nehmen eine Honig-ähnliche Konsistenz an. Aufgrund der hohen Konzentration ist der Wassergehalt sehr gering und daher gefriert das Konzentrat nicht.

Ein interessanter Nebeneffekt des Montmorency-Sauerkirsche-Konzentrats ist der hohe natürliche Gehalt an Melatonin, der für eine erholsamere Nachtruhe sorgt – und damit positiven Einfluss auf die Work-Life-Balance hat.

Quellen

1) Bundesverband Niedergelassener Kardiologen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zugriff 01.04.2019

2) Bundesministerium für Bildung und Forschung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zugriff 01.04.2019

3) J. Schmucker, S. Seide, H. Wienbergen, E. Fiehn, J. Stehmeier, K. Günther, W. Ahrens, R. Hambrecht, H. Pohlabeln and A. Fach, 2017. Socially disadvantaged city districts show a higher incidence of acute ST-elevation myocardial infarctions with elevated cardiovascular risk factors and worse prognosis

4) Internisten im Netz, Was ist ein Metabolisches Syndrom?, Zugriff 01.04.2019

5) The Emerging Risk Factors Collaboration. Association of Cardiometabolic Multimorbidity with Mortality. JAMA; 7 July 2015.

6) University of British Columbia, 2018. Even the fittest middle-aged athletes can’t outrun cardiovascular risk factors

7) Primary Prevention of Cardiovascular Disease with a Mediterranean Diet, The new england journal of medicine, 2013.

8) DGE, Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit, Zugriff 01.04.2019

9) University of Michigan Health System, 2013. Tart cherries linked to reduced risk of stroke.

10) University of Michigan Health System, 2007. Tart Cherries Can Alter Factors Linked To Heart Disease And Diabetes, Animal Study Suggests

11) Keith R Martin, Jennifer Bopp, Srijana Neupane, and Sonia Vega-Lopez, 2010. 100% Tart cherry juice reduces plasma triglycerides and CVD risk in overweight and obese subjects

12) Seymour EM, Singer AA, Kirakosyan A, Urcuyo-Llanes DE, Kaufman PB, Bolling SF, 2008. Altered hyperlipidemia, hepatic steatosis, and hepatic peroxisome proliferator-activated receptors in rats with intake of tart cherry

13) Lachin T., Reza H.2012. Anti diabetic effect of cherries in alloxan induced diabetic rats.

14) Ding Y., Zhang B., Zhou K., Chen M., Wang M., Jia Y., Song Y., Li Y., Wen A., 2014. Dietary ellagic acid improves oxidant-induced endothelial dysfunction and atherosclerosis: role of Nrf2 activation.

15) Aedín Cassidy, Kenneth J. Mukamal, Lydia Liu, Mary Franz, A. Heather Eliassen, and Eric B. Rimm, 2013. High Anthocyanin Intake Is Associated With a Reduced Risk of Myocardial Infarction in Young and Middle-Aged Women

Dagmar Heib

Dagmar Heib ist Gesundheitsredakteurin. Seit über 20 Jahren schreibt sie über Naturheilverfahren, Komplementärmedizin, Psychologie und Pädagogik. Seit sieben Jahren ist sie besonders mit gesunder Ernährung und der Wirkung von Vital- und Nahrungsstoffen befasst.
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